Sind Ratten Hygieneschädlinge?

Diese Frage muß man klar mit ja beantworten. Bei der Wanderung, der Nahrungssuche und der Suche nach neuen Nistmöglichkeiten durchqueren Ratten die Kanalisation, durchstöbern Müllbehälter, Komposthaufen, Stallungen und fressen verrottendes, organisches Material. Somit bleibt es nicht aus, dass Ratten auf Grund Ihrer Lebensweise Krankheitserreger im Fell mitschleppen und diese auf Lebensmittel übertragen können. Früher waren Ratten nachweislich eine wesentliche Ursache der großen Pest-Epidemien. Die Pest ist glücklicherweise heute aus Europa verschwunden, heute sind Ratten oftmals für Salmonellen (Durchfallerkrankungen), Leptospiren (Weil`sche Krankheit) und Toxoplasmen (Toxoplasmose) verantwortlich. Häufig werden auch Krankheitserreger von Tierseuchen wie der Schweinepest und der Maul- und Klauenseuche durch Ratten übertragen. Deshalb steht in den Gesetztestexten vieler Bundesländer die Verpflichtung des Grundstückeigentümers zur Anzeige beim Auftreten von Ratten und zur Bekämpfung auf eigene Kosten.

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Hygiene-, Material- und Vorratsschädlinge

Im allgemeinen unterscheidet man 3 verschiedene Arten Schädlinge.

  1. Hygieneschädlinge, die eine Gefahr für Mensch und Tier darstellen, da diese  gesundheitliche Schäden hervorrufen können
  2. Materialschädlinge, die an tierischen und pflanzlichen Material Schäden hervorrufen.
  3. Vorratsschädlinge, die Lebensmittel und Futtervorräte befallen.

Eine klare Zuordnung der Schädlinge in die vorgenannten Gruppen ist jedoch oftmals kaum möglich, da die Übergänge zwischen den verschiedenen Gruppen häufig fließend sind. Den Hygieneschädlingen rechnet man alle Arten Flöhe, die meisten Fliegen-, Milben- und Mückenarten, Ratten, Schaben, Wanzen und Zecken zu. Viele heimische Käferarten, einige Mottenarten, Läuse und Silberfischchen werden meistens den Materialschädlingen zugeordnet. Allerdings gibt es auch eine große Anzahl von Käfer-, und Mottenarten, die genau wie Mäuse und Milben den Vorratschädlingen zugerechnet werden.

Ein weiteres Problem stellt sich bei der Abgrenzung zwischen Lästling und Schädling. Ein Beispiel hierfür sind Ameisen. Während die Pharaoameise den Hygieneschädlingen zuzurechnen ist, können die Rasen- und die Wegameise genau wie Kellerasseln, Stubenfliege, kleine Tau- oder Essigfliege, Hausgrille, Wiesenschnake und die Gemeine und deutsche Wespe eher den Lästlingen zugerechnet werden. Allerdings ist auch ein Befall durch Lästlinge sicherlich nicht förderlich für´s Geschäft. Denken Sie z.B. an die Obsttheke über der ein Schwarm von Tau- oder Essigfliegen kreist oder Wespen, die sich über die Pflaumenkuchenstücke in einer Bäckereitheke hermachen.

Letztendlich bleibt festzustellen, egal ob Lästling, Hygieneschädling, Materialschädling oder Vorratsschädling, Tiere haben generell in Betrieben, inbesondere in Lebensmittelbetrieben nichts zu suchen.

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Was ist ein Schädling?

In erster Linie sind Schädlinge, wie es der Name schon sagt, schädlich für Sie und Ihren Betrieb. Ratten und Mäuse knabbern Ihre Vorräte und Waren an. Lebensmittelmotten und Schaben verunreinigen Lebensmittel und schaden Ihrem Image. Schädlinge schleppen womöglich Krankheitserreger in Ihren Betrieb ein. Somit gilt: “Kein Platz für diese Tiere”.

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Was ist ein Lästling?

Stellen Sie sich vor, Sie lesen in aller Ruhe ein gutes Buch und immer wieder setzt sich eine Fliege auf Ihre Nase. Das ist lästig, nicht wahr? Die Fliege schadet Ihnen zwar nicht, aber nun wissen Sie, was ein Lästling ist. Nun stellen Sie sich einmal vor, 10 dieser lästigen Fliegen setzen sich auf ein Stück Kuchen in einer Bäckerei. Jetzt ist der Lästling ein Schädling, denn er verunreinigt das Stück Kuchen und er schadet dem Geschäft. Somit sollten Sie ruhig in Ihren Geschäftsräumen: “jeder Fliege etwas zu leide tun.“

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Schutz durch Vorbeugung / Innenbereich

Im Normalfall dringen die Schädlinge von außen in Ihre Betriebsräume ein. Halten Sie Türen und Fenster weitgehend geschlossen. Ein automatischer Türschließer und eine Bodenbürste an der Türe, sowie Fliegengitter vor den Fenstern sind wirkungsvolle Maßnahmen, einer Vielzahl von Schädlingen den Zugang zu erschweren. Im Innenbereich darf man Schädlingen keine Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten bieten. Risse und Durchbrüche in den Wänden, Decken oder Boden müssen verschlossen werden. Übergange zwischen Boden, Wand und Decke, sowie die Ecken sollten leicht zu reinigen sein. Müll sollte nicht in geschlossenen Räumen gelagert werden. Arbeitsgeräte, Wand-, Decken- und Bodenflächen müssen regelmäßig gereinigt werden. Sorgen Sie in allen Räumen für eine ausreichende Beleuchtung. Schädlinge wollen nicht im Rampenlicht stehen, sondern sich verstecken und verkriechen.

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Schutz durch Vorbeugung / Außenanlagen

Durch vorbeugende Maßnahmen gelingt es oftmals Schädlinge aus dem Betrieb fernzuhalten. Fangen Sie am besten mit den Außenanlagen Ihrer Betriebsstätte an. Entfernen Sie Bewuchs, Vogelkot, Schmutz und Risse an und in der Hauswand. Entfernen Sie alle an die Hauswand angelehnten Gegenstände und alle auf dem Grundstück abgelegten Gegenstände, die in irgendeiner Form Unterschlupf bieten können. Halten Sie Ihre Bodenflächen sauber, hohes Gras oder Unkraut bietet sehr viele Verstecke. Offene gepflasterte oder geteerte Flächen bieten keinen Unterschlupf. Oftmals werden Verpackungen achtlos von Passanten weggeworfen, entfernen Sie diesen Müll von Ihrem Grundstück, besonders wenn noch Lebensmittelreste in den Verpackungen vorhanden sind. Schaffen Sie eine aufgeräumte und offene Fläche für Ihre Mülltonnen und lassen Sie Ihren Müll regelmäßig abfahren.

Ein sauberes und aufgeräumtes Umfeld wirkt geradezu “abschreckend” auf Schädlinge und nebenbei, geradezu “anziehend” auf Ihre Kunden.

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Aufbewahrungsfristen Ihrer Dokumentationen

Immer wieder wird die Frage gestellt, was müssen wir eigentlich im Zusammenhang mit der Schädlingsbekämpfung dokumentieren und wie lang sind die Aufbewahrungsfristen für derartige Dokumentationen? Wir empfehlen, die Risikoanalyse Ihres Betriebes, die Sie ja gemäß HACCP durchführen müssen, schriftlich festzuhalten und dauerhaft aufzubewahren. Wenn Veränderungen in Ihrem Betrieb stattfinden (Umbau, Produktänderungen oder ähnliches), müssen Sie diese Unterlagen fortschreiben und auf den neuesten Stand bringen. Auch diese Dokumentationen empfehlen wir dauerhaft aufzubewahren. Die weiteren Dokumentationen bezüglich Ihrer durchgeführten Monitoring– oder Schädlingsbekämpfungs-Maßnahmen sollten Sie laut HACCP für einen angemessenen Zeitraum aufbewahren. Wir empfehlen diese Aufbewahrungsfristen bei der jeweils zuständigen überwachenden Behörde anzufragen. Gehen Sie aber mindestens von 1,5 Jahren eventuell aber auch wesentlich längeren Zeiträumen aus.

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Wenn nichts mehr geht!

Sie haben den Eindruck, dass Sie Ihr Schädlingsproblem alleine nicht in den Griff bekommen? Ihre bisherigen Bekämpfungsmaßnahmen haben nicht den erhofften Erfolg gebracht? Zögern Sie nicht und rufen Sie einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu Hilfe. Je länger Sie warten, desto größer wird Ihr Problem werden. Wenn Sie im Telefonbuch keinen Fachbetrieb finden, rufen Sie Ihre Stadt- oder Gemeindeverwaltung an, dort kann man Ihnen sicherlich weiterhelfen. Die anfallenden Kosten für eine notwendige Bekämpfung durch einen gewerblichen Schädlingsbekämpfer werden sich gering darstellen, im Gegensatz zu dem möglicherweise entstehenden Schaden, wenn Sie nichts unternehmen.

Bedenken Sie, bei einem massiven Schädlingsbefall steht wohlmöglich Ihre Existenz auf dem Spiel!

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eine irrige Auffassung

Viele Neukunden melden sich bei uns (Rattenkoeder.de) und teilen uns mit, dass sie immer noch Schädlinge im Betrieb haben, obwohl sie die befallenen Vorräte weggeworfen haben. Oft heißt es auch, es war eine kurze Zeit Ruhe, aber jetzt geht es wieder los. Lassen Sie mich ein altes Sprichwort bemühen und es ein wenig abwandeln, “Schädlinge zu bekommen ist nicht schwer, sie loszuwerden aber sehr”. Einfaches Beispiel, Sie finden einen Käse mit Nagestellen, die offensichtlich von einer Maus oder einer Ratte stammen. Es langt in einem solchen Fall natürlich nicht, den angefressenen Käse wegzuwerfen. Sie müssen natürlich auch noch die Maus/Ratte finden und elimieren. Ansonsten ist morgen der nächste Käse dran. Bei Lebensmittelmotten langt es meist leider nicht, die offensichtlich befallenen Lebensmittel zu vernichten, zwar hat man dann im ersten Moment die Kolonie zwar sehr stark dezimiert, allerdings werden mit ziemlicher Sicherheit an anderer Stelle Larven sein und das Problem in absehbarer Zeit wieder auftreten. Was Schädlinge betrifft, regenerieren sich die meisten der Tierkolonien in einer erschreckend kurzen Zeit. Wenn sich einmal  Mehlstaubmotten, Schaben oder ähnliches Getier niedergelassen haben, werden Sie kaum über die Vernichtung der befallenen Lagervorräte das Problem in den Griff bekommen.

Sie müssen die Schädlinge mit geeigneten Mitteln bekämpfen.

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Monitoring (Vorbeugen und Überwachen) und Bekämpfung

Bereits im Vorfeld muß festgelegt werden, welche Risiken für den Betrieb und die Lebensmittel bestehen. Dementsprechend müssen Monitoring-Köderdosen an geeigneten Stellen des Betriebes aufgestellt werden. Hierbei ist zu beachten, dass den Schädlingen auch attraktive Produkte zur Verfügung gestellt werden. Durch die regelmäßige Kontrolle dieser Monitoring – Köderdosen ist festzustellen, ob Schädlinge bereits unbemerkt in den Betrieb eingedrungen sind.

Wenn ein Befall festgestellt wird, muß sofort und umfangreich nach bereits vorliegenden Plänen bekämpft werden. Hierbei langt es nicht, ein oder zwei Gift-Köder auszulegen. Es muß durch massiven Einsatz von geeigneten Mitteln in geeigneten Behältnissen, sofort gegen das Schädlingsproblem vorgegangen werden.

Nach der massiven Bekämpfung muß dann wieder überwacht werden (Monitoring), um zu prüfen, ob die Bekämpfung erfolgreich war. Es könnte ja zu einem Rückfall kommen!

Für alle vorgenannten Phasen besteht Dokumentationspflicht!

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