5 Schritte Anleitung

5 Schritte zur erfolgreichen Schädlingsvermeidung und -bekämpfung

Immer wieder werden wir bei Rattenkoeder.de gefragt, wie man Schädlingsbefall vermeiden kann oder was man falsch gemacht hat, wenn Schädlinge im Betrieb auftreten. Eines vorweg, es ist nicht immer auf Unsauberkeit zurück zu führen, wenn auf einmal Ratten, Mäuse, Schaben oder andere Insekten im Betrieb auftreten. Allerdings hätte man oftmals einen solchen Befall schon im Vorfeld eindämmen oder verhindern können. Deshalb sagen wir bei www.rattenkoeder.de

“Schutz durch Vorbeugung und Bekämpfung”.
Nachfolgend habe ich Ihnen eine 5 Schritte Anleitung erstellt, die Ihnen bei der Vorbeugung, Erkennung, Vermeidung und Bekämpfung hilfreich sein soll. Bitte beachten Sie, dass Sie auf Grund der HACCP Verordnung als Lebensmittel-Unternehmer dazu verpflichtet sind, Ihre Montitoring- und Bekämpfungsmaßnahmen auch zu dokumentieren, um diese dann auf Anforderung der Überwachungsbehörden vorlegen zu können.


1. Schriftt: Zerlegen Sie Ihren Betrieb!

Kein Witz, zerlegen Sie Ihren Betrieb in verschiedene, räumliche Bereiche. Machen Sie sich hierzu einfach eine Skizze von dem Grundriss. Bei einem Restaurant könnte dieses z.B. bedeuten:

Gastraum
Lagerraum
Küche
Toilettenanlagen öffentlich/ Personal
Mülllagerbereich

Je nach Lage und Gegebenheiten müssen Warenannahme, Warenausgabe, Nebenräume, Kellerräume, Außenanlagen, Garagen, um hier nur einige Beispiele zu benennen, mit in die Betrachtung einbezogen werden. Auch Räume die nur sporadisch genutzt werden, müssen in der Skizze mit aufgeführt werden. Bei dem vorgenannten Betriebstyp „Restaurant“handelt es sich natürlich nur um ein Beispiel, aber auf diese Art lässt sich jeder Betrieb in verschiedene Bereiche aufteilen. Wichtig ist, dass Sie sich zuerst einmal diese Skizze machen. Besorgen Sie sich bitte außerdem einen Ordner, denn die Skizze sollten Sie abheften um zu dokumentieren, dass Sie sich mit dem Thema beschäftigt und sich hierzu Gedanken gemacht haben.

2. Schritt: Sehen Sie sich um!“

Nein, nicht erschrecken, ich stehe nicht hinter Ihnen! Nehmen Sie sich nun den Grundriss und begehen Sie einmal jeden Raum und sehen Sie sich dort einmal genau um. Tragen Sie z.B. die vorhandenen Fenster und Türen in Ihren Grundriss ein. Schädlinge müssen ja irgendwie reinkommen, also ist es naheliegend, die Türen immer geschlossen zu halten, z.B. mit einem automatischen Türschließer an den Aussentüren und die Fenster z.B. mit entsprechenden Fliegenschutzgittern zu versehen. So können schon einfache Maßnahmen eine große Wirkung haben.

3. Schritt: Seien Sie pingelig!

Aber bitte richtig pingelig. Schauen Sie noch einmal genau hin, gibt es eventuell Oberlichter, Lüftungsschächte, Mauerdurchbrüche in Nachbarräumen? Kabel- oder Rohrschächte, die noch nicht verschlossen wurden? Hat sich Silikon zwischen Fliesenspiegel und der Wand gelöst? Gibt es Risse im Mauerwerk? Hat sich Tapete teilweise abgelöst? Und so weiter. Selbst kleine Löcher im Mauerwerk können das Einfallstor für die verschiedensten Schädlinge sein. Risse im Mauerwerk z.B. sind der ideale Brutplatz für die verschiedensten ungebetenen Gäste. Jede schlecht ausgeleuchtete Ecke bietet Schutz und Unterschlupf. Machen Sie sich auf jeden Fall eine Liste, welche Punkte geändert werden müssen. Nehmen Sie anschließend die Liste zur Hand und arbeiten Sie diese, Punkt für Punkt ab. Sehr häufig sind die Punkte schnell abgehakt und das ohne große Investitionen. Manchmal muß auch nur organisatorisch etwas geändert werden.

4. Schritt: Gehen Sie auf die Pirsch!

So, nun haben Sie die vorher erstellte Liste abgearbeitet und alle Einfallstore geschlossen und alle eventuellen Brutplätze verschlossen. Jetzt sollten Sie allerdings auch prüfen, ob Ihre Maßnahmen von Erfolg gekrönt sind. Leider ist es sehr häufig so, dass Ungeziefer erst dann aktiv wird, wenn Sie bereits Feierabend haben. Eventuell haben Sie ja bei Ihren Arbeiten etwas übersehen. Also sollten Sie sich auf die Lauer legen. Hierzu brauchen Sie allerdings nicht Ihren Feierabend zu opfern und sich zu verstecken und zu warten bis Sie ein Tier sehen. Legen Sie einfach geeignete Köder und Lockstoffe aus und prüfen Sie von Zeit zu Zeit, ob diese angenommen wurden oder ob Sie Veränderungen an diesen feststellen können. Damit betreiben Sie nun das sogenannte Monitoring. Dieses Nager-Monitoring, Schaben-Monitoring usw. können Sie nun für die verschiedenen Schädlinge durchführen. Überlegen Sie sich, wo Sie die Köder am besten auslegen. Die Tiere sollten leicht herankommen und ungestört sein. Achten Sie aber immer darauf, dass die Köder nicht von Kindern, anderen Personen oder Haustieren versehentlich aufgenommen werden. Beachten Sie auf jeden Fall immer die auf den Produkten aufgebrachten oder beigelegten Anwendungshinweise. Führen Sie Buch über den Aufstellungsort, das Datum, die Köderart und auch über das Ergebnis. Ihre Aufzeichnungen müssen Sie aufbewahren, damit Sie diese auf Anfrage den Überwachungsbehörden vorlegen können. Zwar kann man nicht immer davon ausgehen das keine Schädlinge vorhanden sind wenn das Monitoring keine Unregelmäßigkeiten zeigt es ist aber auf jeden Fall wichtig, regelmäßig verschiedene Köder auszulegen und Monitoring durchzuführen.

5. Schritt: Die Jagd beginnt!

Sie sind sich sicher, dass Sie Schädlinge im Betrieb haben? Das Monitoring hat es Ihnen gezeigt, oder Sie haben selber Kotreste oder die Schädlinge gesehen? Okay, dann müssen Sie jetzt schnell handeln. Machen Sie keine halben Sachen, gehen Sie gezielt vor. Hier und da ein Mäuseköder, ein Rattentunnel, eine Motten- oder Schabefalle bringt nicht viel. Sehen Sie sich noch einmal Ihren Grundriss an, wo können die Schädlinge sich gut verstecken, wo finden sie leicht Futter, wo sind sie ungestört? Markieren Sie sich die Plätze in Ihrem Grundriss, legen Sie eine größere Anzahl Köder aus, bekämpfen Sie massiv. Manch einer mag eine Maus oder Ratte als Haustier noch possierlich finden, in einem Betrieb haben die Tiere aber nichts verloren und sind Überträger von Krankheiten und können Ihre berufliche Existenz bedrohen. Führen Sie über alles Buch, prüfen Sie die Köderstellen täglich, wenn sie angenommen werden, legen Sie Köder nach. Hören Sie nicht zu früh auf mit der Bekämpfung. Achten Sie aber immer darauf, dass die Köder nicht von Kindern, anderen Personen oder Haustieren versehentlich aufgenommen werden. Verwenden Sie immer Köderstationen. Beachten Sie auf jeden Fall immer die auf den Produkten aufgebrachten oder beigelegten Anwendungshinweise.

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